Auffahrt 2026: Mit einem Brückentag vier Tage frei
Auffahrt liegt immer auf einem Donnerstag, vierzig Tage nach Ostern. 2026 ist das der 14. Mai. Wer am Freitag, den 15. Mai, einen einzelnen Urlaubstag einsetzt, hängt das Wochenende an und kommt auf vier zusammenhängende freie Tage, von Donnerstag bis Sonntag. Ein guter Schnitt für wenig Aufwand, und Auffahrt zählt zu den wenigen Feiertagen, die in allen 26 Kantonen frei sind.
Warum der Brückentag rechnet
Die meisten Feiertage in der Schweiz sind kantonal geregelt. Auffahrt gehört zu den Ausnahmen und gilt landesweit, weshalb der Brückentag am Freitag überall denselben Effekt hat. Ein Urlaubstag verlängert das Wochenende auf das Doppelte. Welche weiteren Konstellationen sich übers Jahr lohnen, rechnet der Brückentage-Rechner kantonsweise aus. Wer zusätzlich wissen will, an welchen Tagen der eigene Wohnkanton frei hat, findet das in der Übersicht der Feiertage nach Kanton.
Ein Hinweis für Familien mit Schulkindern: Auffahrt liegt zwischen den Frühlings- und den Sommerferien. Ob die Schule am Brückenfreitag ohnehin schulfrei gibt, entscheidet jede Schule beziehungsweise jeder Kanton selbst. Die Termine stehen im Ferienkalender aller 26 Kantone, ein Blick lohnt sich vor der Buchung.
Reiseideen für vier Tage
Vier Tage reichen für mehr als einen Tagesausflug, ohne dass eine grosse Reise nötig wäre. Ein paar Richtungen:
- Tessin: Im Mai ist es im Süden bereits mild, die Seepromenaden von Locarno und Lugano sind noch nicht überlaufen. Mit dem Zug durch den Gotthard-Basistunnel ist Lugano ab Zürich in gut zwei Stunden erreichbar.
- Berner Oberland: Wanderungen rund um Thuner- und Brienzersee, die höheren Routen sind je nach Schneelage erst teilweise offen. Tieferliegende Wege funktionieren zuverlässig.
- Genferseeregion: Lavaux-Terrassen, Schloss Chillon, ein Stadtbummel in Lausanne. Flach, gut erschlossen, familientauglich.
- Graubünden: Das Engadin und die Region um Chur bieten lange Wanderwege und ruhige Dörfer, bevor die Sommersaison richtig anläuft.
Verkehr am Gotthard
Wer Richtung Süden fährt, sollte mit Verkehr rechnen. Der TCS zählt die Tage rund um Auffahrt regelmässig zu den Spitzen im Reisekalender, weil viele dieselbe Idee mit dem langen Wochenende haben. Vor dem Gotthard-Strassentunnel bilden sich am Donnerstagmorgen und am verlängerten Rückreisetag am Sonntag erfahrungsgemäss die längsten Kolonnen. Wer flexibel ist, fährt früh morgens oder am späten Abend und meidet die Mittagsstunden.
Als Ausweichroute auf der Strasse kommt der San Bernardino infrage, alternativ der Autoverlad am Lötschberg oder an der Furka. Die Stauprognose des TCS aktualisiert die erwartete Wartezeit am Gotthard laufend, ein Blick am Vorabend hilft bei der Abfahrtsplanung.
Mit der Bahn statt im Stau
Die staufreiere Variante ist der Zug. Auf den Hauptachsen Richtung Tessin und Wallis sind die Verbindungen rund um Auffahrt stark nachgefragt. Die SBB empfiehlt für die Reisetage eine frühzeitige Sitzplatzreservation, gerade auf den Fernverkehrszügen durch den Gotthard. Sparbillette für feste Verbindungen sind günstiger als Normaltickets, allerdings nur begrenzt verfügbar und an den gebuchten Zug gebunden.
Familien mit Kindern unter 16 fahren mit der Junior-Karte zum Halbtax oder GA eines Elternteils gratis mit, das senkt die Kosten für ein langes Wochenende deutlich. Eine Jahresübersicht mit allen Ferien und Feiertagen, um den nächsten freien Block zu finden, steht im Jahreskalender.
Kurz geplant, viel gewonnen
Auffahrt 2026 am 14. Mai ist eine der einfacheren Gelegenheiten im Jahr, mit einem Tag Urlaub vier Tage herauszuholen, und weil der Feiertag landesweit gilt, profitieren alle Kantone gleich. Wer früh bucht, die Reisezeiten klug legt und Bahn oder Ausweichrouten einplant, kommt entspannter weg als im Mittagsstau am Gotthard. Ein verwandtes langes Wochenende folgt schon kurz darauf, wie der Beitrag zu Feiertagen und freien Tagen für Familien zeigt.